Fünf Punkte für ein erfolgreiches Bauprojekt

🔴 Bauprojekt erfolgreich! Wie? Der wichtigste Punkt zuerst: Behalten Sie den Überblick und die Kontrolle, indem Sie einen kühlen Kopf behalten!

Bauprojekt erfolgreich
Gehen Sie auf Nummer sicher!

Bauherrenberatung

Wichtig für Sie als Bauherr ist, dass Sie sich im Bauprojekt weitestgehend absichern, damit Sie nach der Übergabe und nach der Beweislastumkehr nicht dumm dastehen. Lesen Sie hier, was Sie beachten müssen damit aus fünf Punkte fünf Sterne werden:

Fünf Punkte für ein erfolgreiches Bauprojekt, Kurzfassung:

1. Das Wichtigste zuerst: Behalten Sie immer einen kühlen Kopf! Oder in zeitgemäßer Sprache: Bleiben Sie cool! Nichts ist schlimmer, als dass der Traum vom eigenen Haus einem über den Kopf wächst.

2. Der zugrunde liegende Bauvertrag muss „wasserdicht“ sein. Sie bekommen das, was Sie unterschreiben! Stichwörter hierzu: – Gewährleistungsfrist, – Sicherheitseinbehalt, – unmissverständliches Leistungsverzeichnis, und weitere Vertragsdetails.

3. Das Bautagebuch ist ein absolutes Muss! Wer schreibt, der bleibt! Dokumentieren Sie einfach alles was mit Ihrem Bauprojekt zusammenhängt, auch das Wetter. Es gab schon öfters den Fall, dass eine Baubehinderung aufgrund schlechten Wetters angezeigt wurde, womit Bauzeitverzögerung begründet wurde.

4. Lassen Sie sich so viel Baumängel wie möglich, aber mindestens die kritischen Punkte im Bauprozess durch sachkundige, unabhängige und neutrale Personen bezeugen und dokumentieren. Bauherren werden gelegentlich als ahnungslos eingestuft und auch so behandelt.

5. Sorgen Sie dafür, dass jede Unstimmigkeit und jeder Mangel, der während der Bauphase, aber spätestens vor der Endabnahme entdeckt wird, unverzüglich korrigiert wird.

Fünf Punkte für ein erfolgreiches Bauprojekt im Detail:

1. Behalten Sie einen kühlen Kopf! Nichts ist schlimmer, als dass der Traum vom eigenen Haus einem über den Kopf wächst. Ich habe schon live miterleben müssen, wie das einem Bauherren passierte. Es war keine schöne Angelegenheit. Für seine ganze Familie nicht. Lassen Sie sich nicht verrückt machen von anderen „erfahrenen“ Bauherren oder Hauseigentümern mit deren persönlichen einzigartigen Erfahrungen. Sei es der nette Nachbar der gerade gebaut hat oder ein gut gemeinter Rat aus dem einschlägigen Forum. Es sind höchsten Anekdoten. Vieles ist aufgebauschte Panikmache, Aufmerksamkeit für die eigene Sache erheischen und zu allerletzt – wenn überhaupt – höchstens fünfzig Prozent Wahrheit. Der Rest ist heiße Luft aus der Gerüchteküche mit viel „Stille-Post-Effekt“ gewürzt. Behalten Sie den Überblick und die Kontrolle über Ihr Bauprojekt selbst, indem Sie einen kühlen Kopf behalten! Informieren Sie sich fachkundig. Sichern Sie sich ab. Das hilft Ihnen dabei.

2. Der zugrunde liegende Bauvertrag muss „wasserdicht“ sein. Sie bekommen das, was Sie unterschreiben! Stichwörter hierzu: – Gewährleistungsfrist, – Sicherheitseinbehalt, – unmissverständliches Leistungsverzeichnis, und weitere Vertragsdetails. Scheuen Sie keine Fragen bei Unklarheit und lassen Sie sich nicht mit beschwichtigenden Antworten besänftigen, wie : „Das machen wir schon. Machen Sie sich da mal keine Sorgen.“ Oder: „Das muss nicht im Vertrag aufgeführt werden.“ und so weiter. Holen Sie nötigenfalls eine zweite oder dritte Meinung von unbeteiligten und neutralen Personen ein, die aber Ahnung haben sollten und vielleicht auch unangenehme Fragen stellen. Es geht um Ihre finanziellen Mittel und um Ihre Lebensqualität, dies über Ihr Bauprojekt hinaus. Lassen Sie im Zweifel den Vertrag gegenlesen, nötigenfalls von einem Sachverständigen oder Anwalt.

3. Dokumentieren Sie einfach alles im Bautagebuch, auch das Wetter. Ich hatte schon öfters den Fall, dass eine Baubehinderung aufgrund schlechten Wetters angezeigt wurde, womit Bauzeitverzögerung begründet wurde. Wetterdaten lassen sich allerdings auf den Tag genau zurückverfolgen. Der Deutsche Wetterdienst dokumentiert und archiviert Wetterdaten deutschlandweit. Hier geht es zu den Klimaten Deutschland, (copy&paste): http://www.dwd.de/DE/leistungen/klimadatendeutschland/klimadatendeutschland.html   Wie lässt sich alles später belegen oder widerlegen? Begehen Sie regelmäßig die Baustelle und dokumentieren Sie den Baufortschritt mittels eines Bautagebuchs. Machen Sie zusätzlich Fotos von allen neuralgischen Punkten ihrer Baustelle. Dokumentieren Sie den Baufortschritt. Gleichen Sie den Baufortschritt mit dem Projektplan ab. Wurde Konventionalstrafe im Vertrag verankert? Sichern Sie sich ab. Wer schreibt, der bleibt!

4. Lassen Sie sich so viel wie möglich, aber mindestens die kritischen Punkte im Bauprojekt durch sachkundige, unabhängige und neutrale Personen bezeugen und dokumentieren. Bauherren werden gelegentlich als ahnungslos eingestuft und auch so behandelt. Meist sind sie es leider auch. Es kann ja schließlich nicht jeder Bauherr ein Ingenieur oder Architekt sein oder sich für ein Einfamilienhaus dieses umfängliche Wissen aneignen. Einige Bauherren aber wiederum denken, dass sie alles wüssten, denn sie haben sich allumfänglich informiert und schlau gemacht. Das ist allerdings ein Trugschluss, der fatale Folgen haben kann, aber nicht muss. Handwerker, Bauunternehmen, Planungsbüros, Architekten und Ingenieure, kurz: alle am Bau beteiligten Firmen und Büros schöpfen ihr Wissen aus oft jahrelanger fachspezifischer und praktischer Erfahrung. Deshalb werden sie engagiert. Manche nutzen dies leider in der einen oder anderen prekären Situation zu ihrem Vorteil, aber zum Nachteil des Bauherren aus. Auch hier gilt: Sichern Sie sich ab! Bleiben Sie Herr Ihrer Baustelle. Letztendlich haben Sie die Verantwortung über Gedeih oder Verderb. Ich empfehle Ihnen sich zumindest das Grundlagenwissen eines Bauleiters anzueignen. Für den Fall der Fälle. Und dokumentieren Sie alles im Bautagebuch! Auch wenn es bereits einen Bauleiter gibt, der dies ohnehin tut. Trotzdem: dokumentieren Sie parallel.

5. Sorgen Sie dafür, dass jede Unstimmigkeit und jeder Mangel, der während der Bauphase im Laufe des Bauprojektes, aber spätestens vor der Endabnahme entdeckt wird, unverzüglich korrigiert wird. Dokumentieren Sie alle Mängel. Legen Sie dafür eine Mängeldokumentation an. Machen Sie Fotos. Lassen Sie sich die Mängel rechtssicher bezeugen. Informieren Sie sich über Ihre Mängelrechte vor der Abnahme möglichst VOR Vertragsunterzeichnung und korrigieren Sie nötigenfalls nach. Vor der Endabnahme haben Sie am ehestens die Chance, Baumängel und Schäden erfolgreich zu reklamieren und beseitigen zu lassen. Machen Sie die Endabnahme erst dann, wenn alle Bedenken und Mängel ausgemerzt sind. Denn mit der Endabnahme bescheinigen Sie dem Bauunternehmen die korrekte und vertragsgemäße Ausführung. Die Übergabe erfolgt und damit die Rechnungsstellung seitens des Bauunternehmens. Das heißt: Die Schlussrechnung wird gestellt. Die Beweislast liegt ab dem Zeitpunkt der Übergabe bei Ihnen als Bauherr – nun Hausherr. Übrigens: Machen Sie bitte nicht den Fehler vor der Endabnahme oder ohne Endabnahme in Ihr Haus einzuziehen. Ein Einzug in das neu gebaute Haus ist einer stillschweigenden Akzeptanz der Bauleistungen gleichbedeutend. Ich habe schon erlebt, dass die Baufirma dem Bauherren den Einzug empfohlen hat. Dies trotz Mängel und vor Fertigstellung und Endabnahme. Der Bauherr hatte Druck, er musste aus seiner Wohnung heraus, es gab Bauzeitverzögerung aufgrund unklarer Vertragsverhältnisse. Sie können sich denken, was für ein unnötiger Stress bei dem Bauherrn aufkam.

Fazit:

Sie sind der Bauherr, der Herr Ihres Bauprojekts. Sie haben die Verantwortung über den Verlauf ab der ersten Idee bis zur Fertigstellung. Sie müssen und können nicht alles wissen, aber Sie müssen den Überblick behalten und die richtigen Entscheidungen treffen. Ziehen Sie fachkundige Hilfe zu Rate. Dokumentieren und Archivieren Sie alles min. für 10 Jahre. Ich weiß: es ist ein bürokratischer Aufwand, aber es wird Ihnen nützen. Ich wünsche Ihnen gutes Gelingen!

Ihr Anton Georg Schenkel, beratender Ingenieur

Hier finden Sie zusammenfassend von mir ausgesuchte Literaturempfehlungen für Ihr Wissen:


▶︎  Lassen Sie sich beraten:
●  Telefon: +49 179 744 65 76
●  Email: kontakt[æt]mikroprojektsteuerung-berlin. de

Bauherrenberatung